Restaurant zum Bahnhof
Das Haus am Bahnhof Nr. 3 wurde im Jahre 1885 erbaut. Der erste Besitzer war ein gewißer Schütze, der es später an seinen Schwager, Hermann Bräuner, verkaufte. 1937 übernahm Hilde Franke das Anwesen und überschrieb es ihrem Sohn Willi Franke. Dieser fiel allerdings im Alter von 19 Jahren während des Wehrmachtseinsatzes in Südost-Europa, worauf sein Bruder Alfred Franke im Jahre 1944 das Haus übernahm. Dieser verkaufte es jedoch 1961 an die Konsumgenossenschaft und zog nach Mühlsdorf.
Zu dem Anwesen gehörten eine Kegelbahn, ein Kohlenhandel, eine Gaststätte und ein größeres Stück landwirtschaftliche Nutzfläche, unter anderem ein großer Teil des Steinberg-Waldes, sowie fast der gesamte Steinberg selbst, auf welchem eine Kirschplantage angelegt wurde, diese aber später ebenfalls verkauft wurde und zwar an die LPG.
Das Nebengebäude, welches als Pferde,- und Kuhstall diente, wurde später vom Konsum als Lagerraum genutzt, gleichfalls die Kegelbahn.
Der Kohlenhandel, der Hermann Bräuner gehörte, wurde nach dessen Tod aufgelöst. Vom Kohlenhandel waren bis 1991 nur noch die Reste der alten Waage zu sehen. Im Hof des Anwesens sind ebenfalls noch die Reste des alten Brunnens, welcher der eigenen Wasserversorgung diente, zu sehen.
In den Räumen der ehemaligen Gastwirtschaft befand von 1961 bis 1990 der Textilkonsum.
1990 erwarb die Familie Weidhaas das Anwesen, welche sofort mit dem Umbau des Hauses begann und am 1. Mai 1993 die Gaststätte "Zum Haasen" eröffnete.


