• 13. April 1333 erste urkundliche Erwähnung von Töppeln und Pörsdorf

     

  • 1346 - Am 25. Mai kommt es zu einem starken Erdebeben in der Gegend um Gera. Auf der zwölfteiligen makroseismischen Intensitätsskala MSK-1964 wird es als Beben der Stufe 7 bis 8 eingestuft.

     

  • 1366 wird von einem großen Erdbeben der Stärke 7.5 berichtet, und das während der Erntezeit große Regenfluten niedergingen.

     

  • 1473 soll ein trockener Sommer gewesen sein, daß viele Flüsse und Bäche austrockneten und es zu verheerenden Waldbränden kam.

     

  • 1480 ging eine schreckliche Pest um. In den folgenden zwei Jahren gab es eine große Hungersnot und es kam immer wieder zum Ausbruch der Pest.

     

  • 1525 schlossen sich 4000 Bauern aus Gera und Umgebung den Aufständischen im Bauernkrieg an.

     

  • 1542 kam es zu einer großen Heuschreckenplage.

     

  • 1557 im Herbst, fingen die Obstbäume wieder an zu blühen und man fand zu Michaelis frische Erdbeeren; "im Oktober blühten die Rosen wieder. ..."¹

     

  • 1564 Hinrichtung eines gewissen Martin Stöckigt aus Lederhose, diese Hinrichtung wird im Jahre 1745 nochmals erwähnt und ist daher in Frage gestellt.

     

  • Am 17. März 1606 tobte ein großer Sturm, der viel Schaden anrichtete.

     

  • 1629 wird eine Magd, die in Töppeln in Dienst steht von zwei kaiserlichen Soldaten vergewaltigt, welche sich für vier Tage in Kraftsdorf aufhielten.

     

  • Zwei Soldaten, die auf dem Weg zwischen Töppeln und Rubitz in Streit gerieten, brachten sich gegenseitig um.

     

  • 1637 durchziehende Truppen plündern in und um Töppeln. Es gab im Ort kein Stück Vieh mehr.

     

  • 1646 zieht Generalfeldmarschall Wrangel mit seinen Truppen durch unsere Gegend, das Armeelager befindet sich zwischen Langenberg und Bad Köstritz.

     

  • 1647 zieht die schwedische Armee unter der Führung Wrangels durch die Gegend von Ronneburg. Ihr folgten die kaiserliche und die bayerische Armee.

     

  • 1654 ging ein furchtbares Gewitter mit einem Wolkenbruch über dem Tal von Waltersdorf, Kraftsdorf und Thieschitz nieder.

     

  • 1666 müssen Leibeigene aus Kraftsdorf und Niederndorf als Leibeigene beim Schlossbau in Gera fronen, daher ist anzunehmen, daß auch aus Töppeln Arbeitskräfte gestellt werden mußten.

     

  • 1690 - Am 23. November sollen in der Umgebung von Gera Erdstöße bemerkt worden sein. Es ist aber anzumerken, dass diese Erdstöße nicht in den entsprechenden Katalogen verzeichnet sind.

     

  • 1711 - Im Oktober wurden in der Gegend von Gera angeblich heftige Erdstöße wahrgenommen, auch diese Erdstöße finden in seismologischen Unterlagen keine Erwähnung.

     

  • 1723 brannte es in Töppeln, wo konnte allerdings nicht mehr festgestellt werden.

     

  • In den Jahren zwischen 1789 und 1795 kam es in dieser Gegend durch eine Volksbewegung zu Unruhen. Anlaß war die französische bürgerliche Revolution. Es kam zu Erhebungen in fast ganz Deutschland, z.B. auch in Schleiz, Glauchau und Apolda. Im Jahre 1793 wurde beispielsweise die Mainzer Republik ausgerufen.

     

  • Am 13. Oktober 1806 marschieren Napoleons Truppen von Gera kommend durch das Erlbachtal in Richtung Jena. Es ist anzunehmen, das sich diese Truppen auf dem Weg in die Schlacht bei Jena und Auerstedt befanden. Am 14. Oktober konnte man den Kanonendonner bis nach Gera hören.

     

  • Am 30. März 1812 marschieren wiederum französische Truppen auf der Heeresstraße (2 km oberhalb von Töppeln) nach Rußland.

     

  • 1808 brannten die Seitengebäude des Rittergutes ab.

     

  • Anfang Mai 1815 marschierten russische Truppen aus Frankreich kommend zurück in ihre Heimat.

     

  • Das Jahr 1816 geht als das "Jahr ohne Sommer" in die Geschichte ein. Ausführliche Infos hier.

     

  • Am 12. Oktober 1819 sah man in der Nacht zwischen 11 und 12 Uhr einen prächtigen Meteor.

     

  • Am 20. September 1828 konnte man einen Erdstoß spüren.

     

  • 1834 trat das Fürstentum Reuß dem preußischen Zollverein bei.

     

  • Am 2.10. 1851 wird in Töppeln erstmalig ein Bürgermeister erwähnt.

     

  • 1868 ist die Straße von Gera, welche bis dahin gebaut wurde bis nach Hermsdorf befahrbar.

     

  • 1872 - Am 3. Juni kommt es zu einem Erdbeben im Raum Posterstein. Auf der zwölfteiligen makroseismischen Intensitätsskala MSK-1964 wird es als Beben der Stufe VIII bis VIII eingestuft, es gibt auch Todesopfer.

     

  • 1876 Eröffnung der Eisenbahnstrecke von Gera nach Weimar

     

  • 1886 vernichtete ein großes Hagelwetter in den Orten Pörsdorf, Niederndorf und den Fluren anderer Ortschaften fast die gesamten Feldfrüchte.

     

  • 1887 ging ein Gewitter mit taubeneigroßen Hagelkörnern in Töppeln nieder. Flurschaden wurde nicht verzeichnet.

     

  • 1905 ging in den Orten Töppeln, Grüna, Kraftsdorf und darüber hinaus ein starker Wolkenbruch nieder.

     

  • 1911 brannte die Scheune des Rittergutes ab.

     

  • Seit dem 1.12.1919 wird der Ort über eine Wasserleitung versorgt, dessen Wasserbehälter sich auf dem Geraberg befand.

     

  • 13.3.1920 Kapp-Putsch; auch in Gera kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen.

     

  • 1924 wurde Töppeln von einem extremen Hochwasser betroffen, was erhebliche Schäden verursachte.

     

  • 1933 beging Töppeln die 600 Jahrfeier.

     

  • Am 15. April 1945 besetzten amerikanische Truppen den Ort und quartierten sich bis in den Sommer im Ort ein, anschließend kamen die russischen Truppen.

     

  • Im Rahmen der politischen Umgestaltung Mitteldeutschlands, erscheint am 20. Dezember 1946 die Verfassung des Landes Thüringen in Weimar, welche bis zur Abschaffung der Länderstrukturen im Jahre 1952 in Kraft bleibt.

     

  • 1952 wird erstmals seit Kriegende wieder der Maibaum gesetzt.

     

  • 1952 werden auf Beschluß der SED die bis dahin bestehenden Länder aufgelöst und das Territorium der damaligen DDR in 14 Bezirke eingeteilt, um, Zitat : ,,Um den sozialistischen Aufbau besser leiten und die sozialistische Demokratie entwickeln zu können,..."²

     

  • Zum Jahreswechsel 1977/78 setzte Silvester starker Schneefall ein und es begann ein langer Winter mit Temperaturen bis -25°C

     

  • Am 10. August 1981 wurde die Gegend von Gera und damit auch Töppeln von einem Starken Hochwasser betroffen, welches allein im Ort Töppeln einen Millionenschaden anrichtete, die Straßen- und Eisenbahnbrücke wurden völlig zerstört.

     

  • Im Juni 1983 wird die neue Erlbach-Brücke an der Straße nach Hermsdorf, in Höhe des Sommerbades, dem Verkehr übergeben. Ihre Vorgängerin wurde bei dem schweren Hochwasser am 10. August 1981 zerstört. In der damaligen sozialistischen Tageszeitung, der ,,Volkswacht", rühmte man auf deren Lokalseite die fleißigen Arbeiter, die es möglich machten, das Objekt vier Wochen vorfristig zu übergeben. (Siehe Ausgabe der Volkswacht vom 28. Juni 1983)

     

  • 1984 zog in der Nacht vom 23. zum 24. November ein gewaltiger Orkan über ganz Mitteleuropa. Es gab Windspitzen bis zu 15O km/h. Im Ort wurde kein Schaden verzeichnet, lediglich ein Baum wurde entwurzelt. Im Dezember des selben Jahres wird der erste Brückenstrang der neuen Eisenbahnbrücke dem Verkehr übergeben. Dieser hat eine Höhe von 17 Metern und eine Länge von 86 Metern.

     

  • In den Jahren 85/86 und 86/87 verzeichnete man sehr strenge Winter mit Kälterekorden bis -30°C.

     

  • 1986 wurde im August der Kindergartenneubau eingeweiht und anläßlich des 7. Oktober, dem Nationalfeiertag der damals noch existierenden DDR, wurde der erste Jugendclub übergeben.

     

  • Nach vollständiger Renovierung öffnet der Lebensmittelkonsum in der Ernst-Thälmann-Straße wieder seine Türen.

     

  • 9. November 1989 - Fall der innerdeutschen Grenze

     

  • 8. März 1990 - nach 57 Jahren werden in der DDR die ersten freien und geheimen Wahlen zur Volkskammer abgehalten, der Sieger CDU, der Verlierer die PDS, eine Nachfolgepartei der SED.

     

  • 1. Juli 1990 - der Vertrag über die Währungs- und Sozialunion zwischen der DDR und der BRD tritt in Kraft, der erste Schritt zur deutschen Einheit. Alleiniges Zahlungsmittel ist ab sofort die D-Mark. Lediglich die Münzen der DDR behalten vorläufig ihre Gültigkeit.

     

  • 3. Oktober 1990 - die DDR hat aufgehört zu existieren, die deutsche Einheit ist vollzogen, Töppeln liegt nun im Bundesland Thüringen in der Bundesrepublik Deutschland.

     

  • Im April 1993 erhält das ehemalige Herrenhaus, welches sich im Besitz der Gemeinde befindet, ein neues Dach, ebenso das Haus in der Ernst-Thälmann-Straße 6, ehemals Ehrhardt. Die Außenfassade des alten Herrenhauses wird weiterhin neu verputzt.

     

  • Am 01. Mai '93 wird die Gaststätte "Zum Haasen" eröffnet.

     

  • Am 22. April '93 beginnt eine für diese Jahreszeit ungewöhnliche Hitzewelle mit Temperaturen zwischen 25 und 27°C. Die Bäume stehen in voller Blüte, sogar schon die Pfirsischbäume. Diese endet am 02. Mai mit einem großen Hagelschauer sowie einem Temperatursturz von 15°C. Teilweise regnete es 25 l / m2.

     

  • Am 05. und 06. Mai '93 gastiert der Zirkus Trumpf im Ort. Dieser hat seine Zelte auf dem Kinderspielplatz aufgeschlagen.

     

  • In den Morgenstunden des 10. Juni '93 entgleist aufgrund einer falschen Weichenstellung während der Durchfahrt durch den Bahnhof Töppeln ein Personenzug. Es kam glücklicherweise nur zu Sachschaden. Die Bahnstrecke Jena-Gera war den ganzen Tag gesperrt.
    (Ostthüringer Zeitung, Ausgabe Gera-Stadt vom Sonnabend, dem 12. Juni 1993)

     

  • In der Zeit vom 14.-19. Juni 1993 fand im Ort eine Bürgerbefragung statt. Hierbei entschied sich die Mehrheit der Einwohner gegen eine Eingemeindung in die Stadt Gera.

     

  • Am 01. Juli 1993 werden in ganz Deutschland neue Postleitzahlen eingeführt. Die veralteten vierstelligen Postleitzahlen werden ersetzt durch fünfstellige, da die alten Kennzahlen nach der Wiedervereinigung nicht mehr ausreichend waren. So hatten z.B. Wörrstadt (Kreis Alzey) und Töppeln beide die Postleitzahl 6501. Mit der Wiedervereinigung wurden diesen dann entweder ein O oder ein W hinzugefügt. Mit dem 01. Juli erhielt Töppeln die Postleitzahl 07558.

     

  • Am 05. Juli 1993 ging am späten Nachmittag (ca. 17.00 Uhr) ein sehr schweres Gewitter über Töppeln nieder. In einer Stunde fielen stellenweise 75 Liter Regen pro Quadratmeter.

     

  • Juli und August 2003 - in ganz Deutschland herrscht ein Jahrhundert-Sommer. Eine wochenlange Trockenperiode mit Temperaturen bis zu 42°C legt sich über das Land.

     

  • 20. Mai 2006 gegen 18.30 geht ein schweres Gewitter mit Windböen bis zu 100 km/h nieder.

     

  • 16. Juni 2006 in der fünften Stunde nach Mittag zieht ein schweres Gewitter auf, es fallen Hagelkörner so groß wie Taubeneier.

  • 01. / 02. Oktober 2006 in der Nacht kam es in Folge von Unwettern zu schweren Sturmböen, vereinzelt wurden Bäume entwurzelt oder Baumkronen geknickt. (Bild: Erlbach Richtung Rubitz)
  •  

  • Vom 18. bis 19. Januar 2007 zieht das Orkantief Kyrill mit Windspitzen von bis zu 130 km/h über Ostthüringen hinweg. Große Schäden bleiben in der Region aber aus.

  • April 2007 - Der Monat ist mit Temperaturen bis 25° viel zu warm und mit einer Niederschlagsmenge von einem Viertel der sonst üblichen Niederschläge viel zu trocken.

  • 10. Mai 2007 - Ein heftiger Sturm mit Windspitzen bis 120 km/h zieht über das Land.

  • 22. Juli 2007 - In den Nachtstunden vom 21. zum 22. Juli kommt es zu heftigen Gewittern mit Starkregen, insgesamt fallen 47 Liter auf den m2.
  •  

  • März 2008 - Die alte Tagelöhnerhütte und das Brunnenhäuschen werden abgerissen.
  •  

  • 27. Juni 2008 - Einweihung des rekonstruierten Dorfbrunnens