Thüringen KarteDie geographische Lage des Ortes Töppeln lautet wie folgt:
  • 50,51° nördlicher Breite
  • 12,11° östlicher Länge


Der Ort liegt inmitten einer gut erhaltenen Hohlweglandschaft ca. 7 km westlich von Gera in einem milden, angenehmen Tal, welches von vier Bergrücken umgeben wird, nämlich dem:

  • Geraberg, im Volksmund als Gerberg bezeichnet, im Süden
  • Galgenberg im Nordwesten, vermutlich benannt nach der früheren Gerichtsstätte
  • Schafsberg im Norden
  • und der Hart im Süd-Westen

Geographisch wurde das Fürstentum Gera-Reuß in das Oberland (Oberbayern) und in das Unterland (Elstergebiet) eingeteilt.

Wetter und Klima

Das Elstergebiet ist sehr reich an Bächen, Flüssen und Seen.

Das Klima im Elstergebiet war früher verhältnismäßig warm, kühlte sich im Laufe der Jahrhunderte mehr und mehr ab. Heute ist in Thüringen ein gemäßigtes Klima anzutreffen.

Durch Täler und Flussniederungen dringen sehr oft kalte Nebel, während die höheren Erhebungen sonniger und trockener, aber vom Wind ungeschützt sind. Es kommt zu einem ständigen Wechsel zwischen rascher Erwärmung und Abkühlung.

In den letzten 50 Jahren kam es zu einem Anstieg der Jahresmitteltemperaturen von rund 1°C. Wobei die Erwärmung alle Jahreszeiten betrifft mit Ausnahme des Herbstes. Die durchschnittliche mittlere Jahrestemperatur beträgt zur Zeit 8,5°C.

Das langjährige Niederschlagsmittel liegt bei 550 bis 650 mm. Interessant hierbei ist, dass in den letzten 50 Jahren eine Zunahme der Niederschlagsmengen um 50 mm zu verzeichnen ist.

Die durchnschnittliche Sonnenscheindauer im Raum Gera liegt bei rund 1600 Sonnenstunden im Jahr, womit unsere Gegend zu den sonnenreichsten in Thüringen gehört. Auch hier ist ein ansteigender Trend zu verzeichnen.


Vegetation

Vor dem Dreißigjährigen Krieg baute man im Elstertal sogar Wein an. Im Laufe der Zeit wurde der wenig ertragreiche Weinanbau eingestellt. Die Körnerfrucht setzte sich mehr und mehr durch.

Das gegenwärtig vorherrschende Klima ist für den Obstanbau sehr günstig. Fast alle Straßen des Elstergebietes sind heute mit den verschiedensten Obstsorten bepflanzt.

Der Boden des Elstergebietes, einst entstanden durch die Ablagerungen der Eiszeit, bekam durch die Verwitterung des Sandsteins einen fruchtbaren Charakter und eignet sich besonders für den Anbau von Körnerfrüchten. In und um Töppeln ist Lehmboden vorherrschend.

Die Wälder dieser Gegend sind ausgesprochene Mischwälder, die sich größtenteils auf den Höhenrücken der Berge entlang ziehen.

Seismologische Aktivität

Die Gegend um Gera entlang des Elstergrabens bis hin in das Vogtland gehören zu den seismologisch aktivsten Gebieten in Deutschland. Besonders in den letzten Jahren hat die seismologische Aktivität in unserem Gebiet wieder zugenommen.

Erdbeben seit 1300 in unserem Gebiet:1

  • 1326 bei Gera, Stärke 6.5
  • 1346 bei Gera, Stärke 8.0
  • 1366 bei Gera, Stärke 7.5
  • 1578 am 27.04, Stärke 6.5
  • 1598 am 16.12., bei Gera, Stärke 6.5
  • 1872 am 06.03., bei Posterstein, Stärke 7.5, es gab Tote und Verletzte
  • 2000 am 13.01., - Koordinaten 51.01/12.16, nördlich Gera, Stärke 1.3
  • 2000 am 08.09., - Koordinaten 50.90/12.04, bei Gera ( Reust), Stärke 1.7
  • 2007 am 16.02., - Koordinaten 50.923N - 12.176E, bei Gera, Stärke 1.7
  • 2007 am 19.10., - Koordinaten 50.80N - 12.12E, bei Gera, Stärke 2.8, Tiefe 5 km
Bei den in den letzten Jahren auftretenden Beben handelt es sich um sogenannte Mikrobeben, welche nur mit empflindlichen Messgeräten nachgewiesen werden können, was wohl auch daran liegt, dass die Erdbebenherde sich in einer Tiefe von 9 bis 15 km befinden. 1 LEYDECKER, G. (2005): Erdbebenkatalog für die Bundesrepublik Deutschland mit Randgebieten für die Jahre 800 –2004 – Datenfile www.bgr.de/quakecat ; Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Stilleweg 2, D-30655 Hannover.