Obwohl in unseren heimatlichen Landschaften der Schnee schon längst weggetaut ist, wollten es die Grundschüler noch einmal wagen und sich auf die Bretter stellen. Mühlleiten hieß das Ziel.

Am Donnerstag, dem 10. Februar 2011 fuhren die 3. und die 4. Klasse gemeinsam unter der Obhut von Frau Kradorf, Frau Groß, Herrn Fröhlich, Frau Rassier und Frau Bräuner erst einmal zur Touristenstation in Gera-Lusan, um dort die Ski in Empfang zu nehmen. Nachdem alle 38 Kinder Schuhe und passende Ski hatten, ging es endlich auf die große Fahrt.

Die 4. Klässler kannten das ja schon. Unterwegs kamen einige Erinnerungen vom vergangenen Jahr wieder, als wir zum Beispiel an Weida vorbei fuhren und die Osterburg sahen. Weiter ging es durch Greiz. Da erkannten die Kinder sofort wieder das Schloss. Vorher passierten wir die Grenze zu Sachsen, denn ein Teil des Vogtlandes, in dem Mühlleiten liegt gehört zu Sachsen. So ging die Fahrt durch unser schönes Heimatland weiter und Frau Lehmann, vom Schullandheim klärte die Kinder noch weiter über einige Sehenswürdigkeiten auf. Nach gut zwei Stunden Busfahrt war das Ziel erreicht und es ging auch gleich darauf auf die Bretter. Die Großen aus der Klasse 4 waren recht flott unterwegs, während die Drittklässler von Frau Kradorf einige grundlegende Techniken erklärt bekamen. Bergab, Schneepflug, Bremsen, Bergauf, „Grätenschritt“, Gewichtsverlagerung – man könnte es als Schnellkurs bezeichnen. Übung macht den Meister und die Praxis ist der beste Lehrmeister. Auf der Kammloipe konnte dann jeder der Kinder sich ausprobieren und versuchen, mit diesen „Gerätschaften“ an Händen und Füßen zurecht zukommen. Dafür, dass die meisten der Kinder zum ersten Mal auf den Brettern standen, gebührt ihnen ein großes Lob und gleich einmal eine gute Zensur im Sportunterricht. Es kamen immerhin ca. 5km auf der Kammloipe zusammen. Die Muttis und der Vati, die bei dieser Unternehmung dabei waren, gebührt ein herzliches Dankeschön. Denn das war richtige Arbeit für diejenigen! Unter dieser Voraussetzung ist eine solche Unternehmung auch nur möglich. Da möchte man gut Skilaufen können. Das kann jeder dieser Eltern mit Sicherheit!

Hier ein Bericht von Felix aus der 4. Klasse: „Nach der Mittagspause sind wir noch einmal auf die Skier gegangen. Mir hat sehr gut gefallen, dass wir in verschiedene Gruppen eingeteilt wurden. Da wurden unsere Schulkinder in die Anfängergruppe oder in die erfahrenere Gruppe eingeteilt. Es gab ein paar schwere Hänge und auch Kurven. Aber die haben wir gemeinsam überwunden. Die 3. Klasse war zum ersten Mal dabei. Die Schneebedingungen waren nicht gerade sehr gut. Aber die 3. Klassen haben sich trotzdem sehr gut geschlagen. Es gab ein paar Stürze. Aber das ist ja normal. Schnell war es aber auch schon wieder vorbei. Wir sind noch einmal in die Kabinen gegangen haben etwas getrunken und gegessen. Danach hatten wir ein paar Minuten Freizeit, um Ski zum Bus zu bringen und zusammenzubinden. Nun sind wir alle erschöpft nach Hause gefahren. Wir werden diesen Tag hoffentlich nie vergessen.“

Dieser Text ist von John-Leon:
„Nach der Mittagspause sind wir wieder in die Loipe gegangen. Dann haben uns die Erzieher in Gruppen eingeteilt. Die einzelnen Gruppen wurden sortiert in langsam, mittelschnell und sehr schnell. Dann sind wir über die Brücke gefahren und dann ging es bergab. Wer sich nicht getraut hatte, durfte seine Ski ausziehen. Nach ungefähr 5 Kilometern sind wir wieder zurück zum Bus gefahren. Mit dem Bus ging es wieder zurück zur Touristenstadion in Gera. Dort haben wir die Ski und die Schuhe abgegeben. Wir sind dann zur Turnhalle Kraftsdorf gefahren. Unsere Eltern haben uns abgeholt und wir sind nach Hause gefahren. Wir waren schön müde und manch einer hatte bestimmt Muskelkater am nächsten Tag.“ Es ist schon einige Zeit Tradition, dass die 3. und 4. Klassen in ihrer Grundschulzeit einen Wintersporttag so richtig auf Ski verbringen. Ich möchte mich bei den beteiligten Eltern und Frau Groß für die Unterstützung recht herzlich bedanken. Als Annerkennung bekam jeder eine Urkunde über die erreichte Leistung. Es war rundherum eine gelungene Unternehmung. Danke noch einmal an alle beteiligten Eltern, auch an die Eltern, die an der Bushaltestelle geduldig auf unsere Ankunft gewartet haben.

Yvonne Kradorf - Sportlehrerin
Felix Bastisch und John-Leon Schmied von den Schulreportern